Wissen

Es ist das Wissen das uns zu guten Führern macht. Es ist die Sicherheit die uns klar sein lässt. Es ist die Klarheit die uns beschützen lässt. Es ist die Kraft die uns stark macht. Es ist die Liebe die uns Sanftheit bringt.

 

Wenn ich mit Pferden zusammen bin, weiss ich alles. Ich weiss es, es ist nicht eine Annahme, ein Glauben oder ein Hoffen. Es ist ein Wissen. Wissen wir, dass wir gut sind, stark, gross und sicher, dann glaubt es uns auch jeder. Wissen wir, dass wir sicher sind wird sich jeder in unserer Gegenwart sicher fühlen. Wissen wir, dass wir schön sind wird das auch jeder sehen. Wissen wir, dass wir liebenswert sind werden wir geliebt. Wissen wir, dass wir unseren Platz verdient haben wird ihn uns niemand wegnehmen können. Wissen wir was wir wollen werden wir unsere Ziele auch erreichen. Das heisst, ich vertraue mir, ich höre auf mich, ich achte auf mich, ich schätze mich und ich lieb mich.

 

Ich gehe neben dem Pferd und weiss, dass ich schön bin, dass ich leuchte, gross und stark bin, dass ich klar bin und sicher. Das Pferd achtet auf mich, es schaut mich an weil ich weiss, dass es mich so sehen wird. Es orientiert sich an mir weil ich weiss, dass ich seine Aufmerksamkeit verdiene. 

 

Es ist die Liebe. Die Liebe zu uns selbst die uns die Magische Welt der Pferde öffnet und uns Teil eines so wunderbaren Ortes sein lässt.

 

Wenn ich Pferde in einer Herde beobachte sehe ich lauter Tiere die einen sicheren Platz haben, die wissen, dass sie leben dürfen und dies auch sollten auf eine so klare Art, dass Selbstverachtung nicht einmal annähernd ein Thema sein könnte. Ein Pferd wird sich nie überlegen können ob es gut genug ist oder etwas zu schlecht. Ein Pferd kann das gar nicht. Jedes Pferd, auch das das in der Rangordnung zuunterst steht liebt sich selbst. Natürlich sind das hier absolut vermenschlichte Gedankengänge aber es ist uns Menschen kaum möglich zu verstehen wie ein Pferd denkt. Ich beobachte ein Ranghohes Tier und sehe dass es nie zögert, es hinterfragt nie eine Handlung, es reagiert in Bruchteilen einer Sekunde und ist sich absolut sicher das richtige zu tun. Die Rang niedrigeren Tiere reagieren ebenfalls in Sekunden schnelle. Sie wissen, dass ihr Führer weiss was er will. Natürlich wird in einer Herde auch "Diskutiert" und das braucht es auch weil die Pferde unbedingt wissen müssen ob ihr Führer sicher ist. Genau diese Diskussionen finden auch zwischen Mensch und Pferd statt. Diese Diskussionen sind dafür da klar zu sagen, dass wir uns sicher sind, dass wir wissen und nicht hoffen oder annehmen. Wir müssen verstehen, dass es für ein Pferd oder sogar für eine ganze Herde sehr absurd ist, dass das Ranghöchste "Tier" immer wieder verschwindet. Wenn wir Menschen es schaffen, dass die Pferde uns folgen, uns akzeptieren als Führer und dann aber wieder verschwinden, weil wir ja nicht 24 Stunden bei ihnen sein können, müssen wir jedes einzelne Mal wenn wir ihnen wieder begegnen die absolut selbe Antwort geben wenn sie fragen: kannst du mich  heute auch führen? nämlich: JA. Ein unwiderrufliches JA, ein ich weiss JA. Damit uns das Pferd aber auch glaubt müssen wir authentisch sein. Was das bedeutet möchte ich dir sehr gerne in einem weiteren Blogeintrag erklären.

 

 

Das aller wichtigste ist, dass wir lernen uns selbst wieder zu glauben, an uns selbst glauben, uns selbst wieder zu lieben beginnen, damit wir wieder WISSEN was wir sind.

 

 

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