Ich bin ein Empath

Mein ganzes Leben lang musste ich immer wieder erleben, dass ich anders bin als die Meisten. Zu diesem Zeitpunkt war das auf jeden Fall noch so. Die Meisten waren einfach diejenigen die um mich herum lebten und die ich anzog. Diese Menschen waren nicht so feinfühlig, nicht so sensibel und viel stärker als ich(dachte ich). Ich fühlte mich oft unter geordnet und schwach, in grossen Gruppen. Ich wusste nie woran ich bin und wer mich wirklich mag. In meiner Familie war das anders, ich wurde akzeptiert und geliebt wie ich bin, auch wenn ich hie und da einmal von meinen Schwestern, für mein komisches Verhalten, ausgelacht wurde. Aber auch sie wussten es nicht besser. Mit ca. zwei Jahren fing ich an, in der Bewegung von meinem Stethoskop Geschichten zu sehen, was ich noch ungeniert auf dem Sofa machte. Wir nannten dies Schütteln. Ich bewegte mich dazu seltsam und hatte den Mund geöffnet. Dieses Schütteln war für mich die Heilung, das aller wichtigste. Ich zog mich, laut meinen Eltern, sehr oft zurück um zu schütteln und dies wurde mir auch gewährt dafür bin ich sehr dankbar. Dieses Schütteln wandelte sich im Laufe der Jahre. Ich tauschte das Stethoskop mit einem Spielzeug Pferd und dann mit zwei kleinen Stoffbären bis ich dann keine "Hilfe" mehr benötigte und das Schütteln zum "Denken" wurde. Ich praktiziere dies auch heute noch täglich und nach wie vor ist es meine Hilfe im Leben als Hochsensibler Mensch und Empath klar zu kommen. Es half mir diese vielen Emotionen, die ich Tagtäglich aufgenommen hatte, zu verarbeiten. Heute habe ich mir viele Tricks angeeignet nicht alles an mich heran zu lassen aber das "Denken" brauche ich nach wie vor um mich zu lehren und mein Leben in Freude zu leben. Ich spüre und fühle enorm viel und dies war die grösste Zeit meines Lebens eine grosse Belastung. Ich wusste ja nicht was mit mir los war. Mein Vater nannte mich "Fröleinzart" was es sehr gut auf den Punkt brachte. Ich war einfach unheimlich zartbesaitet. Es kam aber auch vor, dass ich Körperliche Beschwerden anderer Menschen übernahm und dadurch auch gelitten hatte. Meine Eltern waren sehr offen, lasen Bücher über Indigo Kinder und brachten mich zu Pendlern und Heilern, was ich (leider) erst Jahre später erfuhr. Eine lange Zeit wurde mir einfach gesagt ich sei psychisch krank. Mehr oder weniger unheilbar. Ich war in verschiedenen Psychotherapien und auch in einer Psychotherapiestation, doch nichts half, bis ich mich ganz intensiv mit Pferden auseinander setzte. Die Pferde konnten mir zeigen, dass ich eigentlich nur das selbe "bin" oder zu mindest ähnlich wie sie selbst. Ich habe mich ganz intensiv mit mir selbst auseinander gesetzt und konnte lernen mir selbst zu vertrauen und meinen Fluch als Gabe erkennen. Ich spüre und fühle was Du vielleicht noch nicht einmal selbst von dir weisst. Mittlerweile bin ich nicht mehr die einzige und nicht mehr so anders wie meine Mitmenschen, denn seit mir bewusst ist was ich bin, ziehe ich auch Gleichgesinnte an. Wir sind nicht allein und wir sind nicht krank, wir sind da aus einem ganz bestimmten Grund. Jeder hat seine eigenen Gaben, jeder hat seine eigenen Stärken und jeder kann, wenn er sich traut, sich selbst und seine Gaben anzunehmen,aus dem Herzen leuchten.